Museum of small things 2

Videoinstallation

Das 2021 eröffnete Museum der kleinen Dinge erzählt von politischem Widerstand hinter Gittern. Vier Jahre später haben sich die Gefängnismauern weiter ausgedehnt: Ein Klima der Angst prägt das Land, schränkt die Meinungsfreiheit ein und zwingt viele Menschen zur Selbstzensur.
Die aktualisierte Ausgabe besteht aus zwei Teilen: Inside zeigt die „kleinen Dinge“, mit denen Inhaftierte im Gefängnis Widerstand leisten. Outside richtet den Blick auf scheinbar banale Handlungen, die unter bestimmten Umständen zu Haftstrafen führen – die Idee zu einem nie gedrehten Film, ein Anruf unter falscher Nummer oder ein Beitrag auf X.

Besetzung Sesede Terziyan, Taner Şahintürk  Konzept & Regie Hakan Savaş Mican  Texte & Kuration Can Dündar  Szenografie Shahrzad Rahmani  Kamera & Schnitt Sebastian Lempe

PRESSESTIMMEN

»Hier wird Geschichte und Gegenwart aus ungewöhnlichen Perspektiven verhandelt, werden Stimmen sichtbar gemacht, die oft überhört bleiben.«
Verena Harzer, taz

Museum of small things

Videoinstallation

Museum of Small Things erzählt die Geschichten politischer Gefangener in der Türkei anhand unscheinbarer Alltagsgegenstände. Die kleinen Dinge aus dem Leben von zwölf Inhaftierten – ein über das Telefon gesummtes Lied, ein Unterhemd als Leinwand, eine Flöte gebaut aus einem Einwegrasierer oder ein Pinsel aus abgeschnittenen Haaren – werden zum Ausgangspunkt, etwas Größeres zu begreifen: Gedanken lassen sich nicht einsperren.

Besetzung Sesede Terziyan, Taner Şahintürk  Konzept & Regie Hakan Savaş Mican  Texte & Kuration Can Dündar  Szenografie Shahrzad Rahmani  Kamera & schnitt Sebastian Lempe

PRESSESTIMMEN

»Gegen alle Widerstände ist das „museum of small things“ eine Hommage an die Fantasie.«
derFreitag

PRESSESTIMMEN

»In Videoinstallationen erklären Schauspieler in vibrierender Kakofonie ihren Gebrauch und geben somit Einblick in das Leben der Inhaftierten.«
Ceyda Nurtsch, Qantara.de

PRESSESTIMMEN

»Kreativität lässt sich nicht einsperren.«
Patrick Wildermann, Tagesspiegel

Souvenirs

Videoinstallation

Hakan Savaş Micans Mutter kam 1972 als Arbeitsmigrantin nach Deutschland, seit 1999 lebt sie wieder an der Schwarzmeerküste der Türkei. Ihr Sohn, ihre monatliche Rente und das zahllos angesammelte Geschirr in einem Keller in Berlin sind ihre letzten Verbindungen nach Deutschland.
Seit 18 Jahren plant sie, das Geschirr mit in die Türkei zu nehmen. Mican holt diese Gegenstände aus dem Keller und lädt seine Mutter ein, sich an die einzelnen Stücke zu erinnern. Souvenirs ist der Versuch, eine Vergangenheit zu rekonstruieren und die Suche nach einer Gegenwart, die noch nicht eingetreten ist.

Mit Gülsen Mican  Kamera, Ton & Schnitt Sebastian Lempe

PRESSESTIMMEN

»Hakan Savaş Mican befragt in der Videoinstallation »Souvenir« seine Mutter, die in die Türkei zurückkehrte und sich anhand des zurückgelassenen Porzellans an die Jahrzehnte in Deutschland erinnert.«
Max Florian Kühlem, kultur.west

PRESSESTIMMEN

» „Souvenirs“ heißt seine Installation aus Objekten und Video, es ist ein bestürmendes Museum der Unschuld.«
Patrick Wildermann, Tagesspiegel

Esma erinnert sich nicht mehr

Videoinstallation

Hakan Savaş Micans Videoarbeit ist ein Essay über Geschichte. Ausgehend von ikonischen Bildern von Flucht und Vertreibung befragt er seine Gefühle von Gleichgültigkeit und Distanz. Mittelpunkt der Arbeit sind Gespräche mit drei zurückgelassenen Frauen aus drei Generationen seiner Familie: Schwester, Mutter und Großmutter. Mican sucht eine hundert Jahre alte Narbe, um der Frage nachgehen zu können: »Warum denke ich immer an die, die zurückgelassen werden?« 

Mit Esma Öztürk, Hakan Savaş Mican, Ahmet İnce  Kamera & Ton Sebastian Lempe  Schnitt Hakan Savaş Mican

Reaching the level of contemporary civilisations 2

Videoinstallation

In dieser Installation entwirft Hakan Savaş Mican ein Gedankenspiel über die nationale Sehnsucht nach einer „rein türkischen“ Automarke. Ausgangspunkt ist Ersoy, das erste türkische Auto, dessen irrende Fahrt durch die verlassenen armenischen Städte und Straßen Anatoliens führt. Die Arbeit ist eine persönliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Brüchen und Nationalismus in der Türkei.

Stimme Evren Zahirovic  Ton Sebastian Lempe  Schnitt Hakan Savaş Mican

PRESSESTIMMEN

»Es sind solche Momente dieses Abends im Ballhaus, die haften bleiben. Verstörend, weil aggressiv, unversöhnt; fast machen sie die Spaltung der Gesellschaft (des „Türkentums“?) mit Händen greifbar.«
unique-online