Installationen
Museum of small things 2
Videoinstallation
Das 2021 eröffnete Museum der kleinen Dinge erzählt von politischem Widerstand hinter Gittern. Vier Jahre später haben sich die Gefängnismauern weiter ausgedehnt: Ein Klima der Angst prägt das Land, schränkt die Meinungsfreiheit ein und zwingt viele Menschen zur Selbstzensur.
Die aktualisierte Ausgabe besteht aus zwei Teilen: Inside zeigt die „kleinen Dinge“, mit denen Inhaftierte im Gefängnis Widerstand leisten. Outside richtet den Blick auf scheinbar banale Handlungen, die unter bestimmten Umständen zu Haftstrafen führen – die Idee zu einem nie gedrehten Film, ein Anruf unter falscher Nummer oder ein Beitrag auf X.
Besetzung Sesede Terziyan, Taner Şahintürk Konzept & Regie Hakan Savaş Mican Texte & Kuration Can Dündar Szenografie Shahrzad Rahmani Kamera & Schnitt Sebastian Lempe
Ausstellungen
7. Berliner Herbstsalon | Maxim Gorki Theater | 2025
Museum of small things
Videoinstallation
Museum of Small Things erzählt die Geschichten politischer Gefangener in der Türkei anhand unscheinbarer Alltagsgegenstände. Die kleinen Dinge aus dem Leben von zwölf Inhaftierten – ein über das Telefon gesummtes Lied, ein Unterhemd als Leinwand, eine Flöte gebaut aus einem Einwegrasierer oder ein Pinsel aus abgeschnittenen Haaren – werden zum Ausgangspunkt, etwas Größeres zu begreifen: Gedanken lassen sich nicht einsperren.
Besetzung Sesede Terziyan, Taner Şahintürk Konzept & Regie Hakan Savaş Mican Texte & Kuration Can Dündar Szenografie Shahrzad Rahmani Kamera & schnitt Sebastian Lempe
Ausstellungen
5. Berliner Herbstsalon | Maxim Gorki Theater | 2021
Souvenirs
Videoinstallation
Hakan Savaş Micans Mutter kam 1972 als Arbeitsmigrantin nach Deutschland, seit 1999 lebt sie wieder an der Schwarzmeerküste der Türkei. Ihr Sohn, ihre monatliche Rente und das zahllos angesammelte Geschirr in einem Keller in Berlin sind ihre letzten Verbindungen nach Deutschland.
Seit 18 Jahren plant sie, das Geschirr mit in die Türkei zu nehmen. Mican holt diese Gegenstände aus dem Keller und lädt seine Mutter ein, sich an die einzelnen Stücke zu erinnern. Souvenirs ist der Versuch, eine Vergangenheit zu rekonstruieren und die Suche nach einer Gegenwart, die noch nicht eingetreten ist.
Mit Gülsen Mican Kamera, Ton & Schnitt Sebastian Lempe
Ausstellungen
Stadtmuseum Berlin | Tapetenwechsel | 2026
Kunstmuseum Ahlen | Süße Heimat | 2025–2026
Maxim Gorki Theater | 7. Berliner Herbstsalon | 2025
Kunstraum Kreuzberg – Bethanien | Studio Bosporus | 2021
Thalia Theater Hamburg | Nachbarşchaften – Komşuluklar | 2021
Maxim Gorki Theater | 5. Berliner Herbstsalon | 2021
Maxim Gorki Theater | 4. Berliner Herbstsalon | 2017
Esma erinnert sich nicht mehr
Videoinstallation
Hakan Savaş Micans Videoarbeit ist ein Essay über Geschichte. Ausgehend von ikonischen Bildern von Flucht und Vertreibung befragt er seine Gefühle von Gleichgültigkeit und Distanz. Mittelpunkt der Arbeit sind Gespräche mit drei zurückgelassenen Frauen aus drei Generationen seiner Familie: Schwester, Mutter und Großmutter. Mican sucht eine hundert Jahre alte Narbe, um der Frage nachgehen zu können: »Warum denke ich immer an die, die zurückgelassen werden?«
Mit Esma Öztürk, Hakan Savaş Mican, Ahmet İnce Kamera & Ton Sebastian Lempe Schnitt Hakan Savaş Mican
Ausstellungen
Maxim Gorki Theater | 2. Berliner Herbstsalon | 2015
Reaching the level of contemporary civilisations 2
Videoinstallation
In dieser Installation entwirft Hakan Savaş Mican ein Gedankenspiel über die nationale Sehnsucht nach einer „rein türkischen“ Automarke. Ausgangspunkt ist Ersoy, das erste türkische Auto, dessen irrende Fahrt durch die verlassenen armenischen Städte und Straßen Anatoliens führt. Die Arbeit ist eine persönliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Brüchen und Nationalismus in der Türkei.
Stimme Evren Zahirovic Ton Sebastian Lempe Schnitt Hakan Savaş Mican
Ausstellungen
Maxim Gorki Theater | 1. Berliner Herbstsalon | 2013
